"Juni" - ein bebildertes Gedicht in hiesiger Mundart von Nikolaus Fey

DE Bachstraße (29)

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Die Ährli blüah´n, as Kornfeld staabt,
Der Ächawald it dick belaabt,
Warn vor der Esch´n Ächn grüa,
bed´t si der Summer in der Brüah,
treibt ober erscht die Esch´n raus,
na säuft die Hitz die Brunna aus.
Die Pfiffer treim aus Laab und Stouck.
Der Jager schäaßt en örscht´n Bouck.

Friedrichsberg 008


Korz it die Nacht, der Tog it lang.
Die Sunna stäht in höacht´n Gang,
zun Eiwarts ober scha gewend´t,
wenn es Johannisfeuer brönnt
auf hoacha Holz- und Reisistöaß.
In Meetal schmeckt die Nacht sou söäß,
sou wohl läigt sie si üm´s Gemüat
wie G´streich´ltwarn mit alla Güat:
des mecht´s, weil hetz die Träub´l blüah´n,
und die Johanneswörmli glüahn
dorch´s Wengertlaab und strahln wie farn
die ganz kleewinzi kleena Starn.

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Häß it der Tog scho in der Früah.
Zwiefach wörd dorch die Hitz die Müah.
Und zu viel Sunn hat aa sei Noat,
doch ähr erscheint sa en Läb Broat
in Juni wenn sa runterbrönnt,
wie Raang en Broatläb raag´n könnt.
Viel stiller sen die Vöig´l hetz,

DE Bachstraße (30)


zun Düd´ln kann si kees mähr setz,
sie flieng und schäaß´n nou und har:
die junge Bruat muaß g´föttert war.
Und jedes Paarla hat sei Bruat.
Es Gros dörrt in der Sunnagluat.
Es Hä muaß in die Scheuer nei.
Die letzte Fuhr fährt Johanni ei.
 

Sommermorgen (2)



Erstellt am 05.06.2017 11:24, geändert am 05.06.2017 11:29