"Februar" - von Nikolaus Fey

Gerade der Februar birgt, wie Sie unschwer in nachfolgendem Gedicht nachlesen können, eine Vielzahl von Tagen in sich, die in unserer Region von besonderer Bedeutung waren oder sogar noch sind. Versuchen Sie sich wiedermal in hiesiger Mundart - am besten indem Sie es laut vorlesen.

DSC03571

Aufwarts hat si die Sunn gericht´t.
Die Nacht nimmt oo, zu wechst es Licht.
Der Bauer tuat´s der Biena sog:
A Stund it lenger worn der Tog.
Wachsstouck und Karz´n weiht die Weih´,
en Hals der heilig Blasi ei.
Lichtmaß, da wannern Knacht und Mäd:
es eena kummt, a annersch gäht.
Der Wachsel - a verdriaslis Muaß,
viel Arger brengt´r und Verdruß;
doch sen amal die Kinner groaß,
na hot der Houf dia Sorg´n loas.
Höähnunter rollt es Feuerrod;
sou weit äs scheint, söll nix wos schod.
Die Baßgeig brummt, die Trumm´l kracht;
laut kummt gelarmt die Fosanacht.
Die Weibermühl mecht jung aus alt,
der Stroahbär tanzt, die Pritsch´n knallt.
Die Narretei wörd ausgelöscht
oun Aschermittwoch, wenn´r escht.

DSC03596



Erstellt am 17.02.2015 17:10, geändert am 02.02.2018 12:03