Christbaumschmücken hat hier Tradition - In Rüdenhausen beginnt die Adventszeit am 1. Advent

Wenn man auf irgendjemanden oder irgendwas wartet, dann braucht man eine Charaktereigenschaft ganz besonders: Geduld. Wer die nicht aufbringen kann, nimmt großen Schaden an seiner Lebensqualität, auch wenn man dies nicht gleich wahrnimmt. Genauso geht es denen, die bereits ihren Advent lange vor seiner Zeit sogar am Totensonntag beginnen. Veranstalter solcher Märkte machen es sehr deutlich, dass sie mit dem Ursprung und Hintergrund von Adventsmärkten nichts anfangen können und den Advent nur als Vehikel ihres als gierig zu bezeichnenden Konsumdenkens missbrauchen. Aber, man muss das ja nicht unterstützen!

Nicht so in Rüdenhausen. Bereits seit vielen Jahren nutzt eine Gemeinschaft von freiwilligen Helfern den Tag vor dem 1. Advent zur Vorbereitung auf diesen Tag, indem sie den bereitgestellten Christbaum im Johann-Friedrich-Gärtchen schmücken und mit Lichtern versehen. Und dabei belassen sie es nicht einmal. Für alle anwesenden Zuschauer und Gäste gibt es adventliches Gebäck und wärmende Getränke zum Nulltarif. Für eine angemessene Spende sind die Akteure natürlich dankbar. Gerade diese Gruppe stellt sehr deutlich dar, dass auch ohne eine besondere Organisationsform ein Miteinander in unserer dörflichen Gemeinschaft möglich ist – und das aus Uneigennützigkeit zum Wohle und auch Vorteil unserer gesamten Gemeinde. Hierfür unser ganz besonderer Dank!

Unser Christbaum wird uns nun über die ganze Advents- und Weihnachtszeit, über den Jahreswechsel bis zum Dreikönigstag begleiten. Sein Leuchten wird uns zur Besinnung ermahnen. Er erinnert uns aber auch an die Weihnachtsgeschichte und die ganz persönliche Bedeutung, die sie für jeden einzelnen von uns spielt oder mal gespielt hat. Selbst diejenigen, die mit unserer christlichen Religion nicht mehr viel „am Hut“ haben, befällt beim Anblick eines Christbaumes eine Art Wehmut, eine Sehnsucht nach Geborgenheit aber vielleicht auch nach Gemeinschaft. Wir hoffen und wünschen, dass sich in Rüdenhausen niemand alleingelassen fühlen muss. Wie man aber unschwer bei einer solchen Gelegenheit erkennen kann, gibt es für Jedermann vielfache Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und dem Begründen und Halten von Verbindungen.

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Der sehr schöne Baum stammt in diesem Jahr aus dem Garten von Helga Zink, der wir für die großzügige Spende zu besonderem Dank verpflichtet sind.

Und hier einige Momentaufnahmen der ersten vorweihnachtlichen Zusammenkunft am Christbaum:

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Erstellt am 02.12.2017 13:14, geändert am 02.12.2017 18:22