Jahreszeiten geniesen - mit einem Mundartgedicht von Nikolaus Fey

In der Mundart werden Gefühle und Erinnerungen zum Leben erweckt. Lassen auch Sie sich hiervon verzaubern und geniesen Sie als Einheimischer wie auch als Zugezogener, möglicherweise sogar "Nichtfranke", die klare und ausdrucksvolle Beschreibung, in diesem Fall des Monat März. Auch wenn sich die Zeiten etwas verschoben haben, das Leben in unserem dörflichen Umfeld hat sich kaum verändert.

März

Die Amsch´l düd´lt scha nein Tog
Die Weid´n silbern hall oun Boch,
Sei Fahnli steckt scha raus es Gros,
Die Veicheli schmeckst scha in Moos.
Heemwarts fliegt hoach der Schnägenszug.
Die Biena mecht ihr´n örscht´n Flug.
Sei Stammquartier sücht auf der Star.
Die Larch steigt´s örscht mal auf im Jahr.
Tunkhüahli glitsch´n auf´n Mee,
Es örschta Floaß kummt vo der Höah.
Der Maulworf schockt in Wiesagrund.
En Boudn warm mecht Kunigund.
In Marz sall´n Tog, wu Gertraud it,
brengt sa es Schor zun Gart´ln mit.
Un it Marie verkündigt worn,
wörd g´sät die Saat von Summerkorn.

Frühling 001 (2)



Erstellt am 05.03.2019 10:39, geändert am 06.03.2019 11:41