Bürgerversammlung 2019 - Rückblick und Zukunft Rüdenhausens in authentischer Weise

Es wird viel geredet in Rüdenhausen und dabei oftmals wenig ausgesagt. Wer sich allerdings aus erster Hand informieren wollte konnte dies bei der jährlichen Bürgerversammlung im Rathaus tun. Es war schon ein großes Stück Konzentration erforderlich um all das aufzunehmen, was 1. Bürgermeister Gerhard Ackermann zwischen 20.00 und 22.00 Uhr wohl begründet und mit Zahlen unterlegt einer interessierten Zuhörerschaft mitzuteilen hatte. Ausnahmslos handelte es sich bei den  etwa 60 Zuhörern um Mitbürger, denen Rüdenhausen nicht egal ist, die ihren Heimatort mit all seinen Besonderheiten, seinen Problemen und Schwierigkeiten aber auch seiner Wohn- und Lebensqualität lieben und sicherlich nicht tauschen möchten.

2019-04-25 20.09.07

Rüdenhausen im April 2019: Es wäre vermessen in diesem Beitrag nochmal auf alle Einzelheiten der Ansprache des Bürgermeisters einzugehen, zumal auch das Protokoll nach Fertigstellung in wenigen Tagen in diesem Medium vorgestellt werden wird. Zusammenfassend sei aber an dieser Stelle der als Appell zu sehende Aufruf des Bürgermeisters am Ende seiner Rede wiedergegeben, den man als Aufruf zu einem gedeihlichen und solidarischen Zusammenleben in unserer Gemeinde verstehen darf. Man sollte sich klar werden was es heißt in einem Dorf wie dem unseren zu wohnen oder zu leben. Wohnen reduziert sich auf das Schlafen und den täglichen Aufenthalt sowie dem Nachgehen alltäglicher Bedürfnisse ohne sich dabei um andere kümmern zu müssen, ohne sich auf die dörfliche Solidargemeinschaft einzulassen. Leben in unserem Dorf bedeutet genau dies zu tun. Sich einzubringen, mitzugestalten, Engagement zu zeigen oder einfach nur mitzumachen. Manche können dies, andere wollen dies gar nicht. Gerade die sollten sich die Worte des 1. Bürgermeisters sehr genau durchlesen und verinnerlichen:

"Wenn eine Dorfgemeinschaft funktionieren soll, müssen alle entsprechend ihrer Fähigkeiten mitarbeiten, um einen Erhalt – besser noch eine Verbesserung - der Wohn- und Aufenthaltsbedingungen zu erreichen. Es ist zwar immer leichter, aus dem Hintergrund die Arbeit von anderen zu kritisieren, sollte aber auf keinen Fall das Ziel unserer Bürgerinnen und Bürger sein. Deshalb geht meine Bitte an alle Rüdenhäuser, sich für die Belange in unserem Ort zu interessieren, und ihr Können einzubringen. Was nützt es, wenn eine Gruppierung viele Mitglieder, ein gut gefülltes Bankkonto aber keine Verantwortlichen für die Vorstandschaft hat.

Die örtlichen Vereine und Verbände benötigen weiterhin dringend die praktische und tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung um weiter bestehen zu können. Ehrenamtliches Engagement ist heute leider nicht mehr selbstverständlich. Und ich appelliere deshalb an alle, sich ihrer Fähigkeit und ihrem Können entsprechend in unseren Vereinen, Musikgruppen und Verbänden zu engagieren.

Mein besonderer Dank gilt heute deshalb allen Mitbewohnern, die sich in welcher Form auch immer in unseren Vereinen und Verbänden für ein Weiterbestehen einsetzen, und somit zu einem aktiven Dorfleben beitragen.

Im März kommenden Jahres sind die nächsten Kommunalwahlen, und wir werden wieder über die „Rüdenhäuser Liste“ versuchen Kandidaten zu gewinnen.

Durch den Zusammenschluss der beiden früheren Gruppierungen „Freie Unabhängige Wähler“ und CSU / Bürgerblock zur Kommunalwahl 2014 ist dem Wunsch vieler Einwohner entsprochen worden, zur Kommunalwahl nicht die bisherigen politischen Gruppierungen mit jeweils einer eigenen Liste aufzustellen, sondern die Gemeinsamen Interessen zum Wohl unserer Heimatgemeinde auch mit dieser gemeinsamen Liste zu unterstreichen. Die Nominierungsversammlung wird im Dezember 2019 stattfinden, und wir wünschen uns eine rege Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereit erklären, als Gemeinderätin od. Gemeinderat zu kandidieren. Wie ja bereits aus der Presse zu entnehmen war, werde ich mich nach derzeitigem Stand der Dinge noch einmal als Bürgermeisterkandidat aufstellen lassen.

Danke sagen möchte ich meinem Stellvertreter und den Mitgliedern des Marktgemeinderates, die sich wirklich alle hervorragend engagiert haben.

Danke sage ich auch Euch, die ihr euch die Zeit für die heutige Versammlung genommen habt, und damit Euer Interesse am Gemeindegeschehen bekundet.

 Alle Generationen sollten sich verstärkt zu ihrem Heimatort bekennen, und aktiv an den Projekten und in den Vereinen mitarbeiten. Gegenseitige Hilfe, Toleranz und Zusammenhalt werden in den kommenden Jahren die Grundlage für ein Weiterbestehen von Vereinen und verschiedenen Gremien sein.

Ich bin davon überzeugt, dass wir es zum Wohl unserer Kinder und der nachfolgenden Generationen auch schaffen werden, diese Herausforderung an uns alle umzusetzen. In diesem Sinn wünsche ich uns allen viel Erfolg und eine glückliche Hand bei den kommenden Aufgaben."



Erstellt am 26.04.2019 13:46, geändert am 26.04.2019 13:52