Maßnahmen und Anordnungen im Zusammenhang mit einer Minimierung der Gefahr duch das Coronavirus - AKTUALISIERUNG 27. August 2020

Während der Zeit einer Verpflichtung zur gesetzlichen Einhaltung von Maßnahmen in o.g. Zusammenhang stellen wir alle gesetzlichen staatlichen und gemeindlichen Maßnahmen als Übersicht an dieser Stelle ein. Die Marktgemeinde Rüdenhausen bittet zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Gesundheit um konsequente Beachtung!

Ein Überblick über die am 27. August mit der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder beschlossenen Maßnahmen: 

  • Kostenlose Testungen von Rückreisenden aus Nicht-Risikogebieten enden mit dem Ende der Sommerferien am 15. September 2020.
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich wieder für 14 Tage in Quarantäne zu begeben. Diese Isolation kann frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beendet werden.
  • Für die Zeit der Pflicht-Quarantäne nach einer "vermeidbaren Reise" solle den Rückkehrern künftig kein Verdienstausfall gezahlt werden. Die Kanzlerin kündigte kurzfristig eine entsprechende Rechtsänderung an. Gelten soll das nur dann, wenn ein Land bereits zum Reiseantritt zum Risikogebiet erklärt worden war. 
  • Bund und Länder seien sich einig, dass Reisen in Risikogebiete wegen der hohen Infektionsgefahr "eingeschränkt werden" müssten, sagte Merkel. Sie rief die Bürger dazu auf, auf Reisen in ausgewiesene Risikogebiete zu verzichten – "wo immer es möglich ist".
  • Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wird einheitlich ein Bußgeld von mindestens 50 Euro fällig.
  • Die Verkehrsminister der Länder sollen auch prüfen, ob ein Bußgeld in gleicher Höhe bei Verstößen im Nah- und Fernverkehr der Bahn erhoben werden kann.
  • Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden. Regionale Ausnahmen seien denkbar, wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, sagte Söder. Es sei deshalb auch nicht sinnvoll, im September in der Bundesliga wieder mit Zuschauern zu starten.
  • Zum Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen wird eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien eingesetzt, die bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen soll.
  • Weitere Öffnungsschritte sind angesichts der Entwicklung der Infektionszahlen vorerst nicht zu rechtfertigen, sagte die Kanzlerin. Die Bürgerinnen und Bürger seien angehalten, weiter grundsätzlich auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten.
  • Zunächst wird es keine bundesweite Linie bei der Maskenpflicht für Schüler und Lehrer geben. Die Hygienevorschriften im Schulbetrieb sollen aber künftig nach einheitlichen Maßstäben erfolgen, sagte die Kanzlerin. Weiteres soll die Kultusministerkonferenz regeln.
  • Keine Einigung wurde bei der Begrenzung der Teilnehmerzahl für Privatfeiern erzielt. Ursprünglich hatte das Bundeskanzleramt vorgeschlagen, die Zahl der Teilnehmer an Privatfeiern auf 25 zu begrenzen – dagegen gab es aber Widerstand auf Seiten der Ministerpräsidenten.

Maskenpflicht Bayern Bayern erhöht Bußgelder für Maskenpflicht-Verstöße deutlich

Maskenpflicht in Bayern: Wann und wo muss ich eine Mund-Nasen-Maske tragen? Was in Arztpraxen, in Flugzeugen und Zügen gilt. Wann es sinnvoll ist, zu Hause einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Und was im neuen Schuljahr im Herbst gelten wird. Außerdem: die neuen Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht.

Die Polizei soll künftig die Überwachung der Masken- und Quarantänepflicht ergänzen. Bislang waren hierfür nur die Gesundheitsbehörden zuständig.

Maskenpflicht in den Schulen - in Bayern müssen im neuen Schuljahr Masken getragen werden

Bayern hat eine Maskenpflicht für Schüler erlassen: Im neuen Schuljahr, das am 8. September 2020 beginnt, werden Schüler einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Sie gilt auf dem Schulgelände aller Schulen, Schüler müssen sie tragen, bis sie ihren Platz erreichen. Dann dürfen sie sie absetzen. Auch eine Maskenpflicht während des Unterrichts sei nach Kultusminister Michael Piazolo denkbar, je nach Entwicklung der Corona-Pandemie. Das alles gelte auch für Grundschulen.

KassiererInnen und VerkäuferInnen: Maskenpflicht gelockert

In der Pressekonferenz vom 16. Juni 2020 gaben Markus Söder und Hubert Aiwanger eine Lockerung der Maskenpflicht im Handel für VerkäuferInnen und KassiererInnen an. Diese müssen ab dem 17. Juni 2020 keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr tragen - eine Plexiglasscheibe als Schutz soll ausreichen. Für Kunden gilt die Maskenpflicht natürlich weiterhin.

Erleichterung an der Rezeption

Auch die MitarbeiterInnen, die an der Rezeption arbeiten - etwa im Hotel - müssen ab dem 17. Juni keinen Mund-Nasenschutz mehr tragen. Auch hier reicht eine Plexiglasscheibe.

Maskenpflicht am Flughafen, in Flugzeugen und in Fernzügen

In allen bayerischen Flughäfen, also auf dem Flughafen München, dem Flughafen Nürnberg und dem Allgäu Airport Memmingen, gilt in den Abfertigungshallen für Passagiere und für Mitarbeiter Maskenpflicht. Eine Maske muss man seit 18. Mai als Passagier auch im Flugzeug tragen, so das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration.

Das Gleiche gilt in den Fernzügen der Deutschen Bahn. Auch an Haltestellen und in Bahnhöfen darf man sich nur mit Mund-Nasen-Schutz aufhalten, so das bayerische Verkehrsministerium.

Maske zu Hause tragen - neue Studie

Eine neue Studie aus China hat Beweise dafür gefunden, dass das Tragen einer Maske zu Hause Familienmitglieder effektiv vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen kann. Die Forscher um Studienleiter Yu Wang, die ihre Ergebnisse jüngst im British Medical Journal veröffentlichten, hatten zwischen 28. Februar und 27. März 335 Menschen in 124 Pekinger Familien telefonisch befragt, in denen mindestens ein Familienmitglied an Covid-19 erkrankt war. Hatte der Infizierte bei Familienkontakten einen Mund-Nasen-Schutz getragen, noch bevor er Krankheitssymptome entwickelte, sank die sogenannte "second attack rate", also die Zahl derer, die sich bei einem Infizierten angestecken, um 79 Prozent. Bei einem erkrankten Familienmitglied steckten sich insgesamt 23 Prozent der Angehörigen in einem Haushalt an. Die Forscher empfehlen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu Hause besonders für Familien, in denen sich ein Familienmitglied in Quarantäne befindet.

Maskenpflicht Arzt - im Wartezimmer und in der Anmeldung

Auch in Arztpraxen und beim Physiotherapeuten müssen alle einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

"Ab dem 11. Mai 2020 gilt in Arzt- und Zahnarztpraxen und in allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen die Maskenpflicht."

Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration 

Bei Behandlungen darf die Maske abgesetzt werden: "Die Maske muss ausnahmsweise nicht getragen werden, wenn die Art der medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Leistung dies nicht zulässt", so das Ministerium.

Wo besteht in Bayern Maskenpflicht?

In Geschäften, Einkaufszentren, Supermärkten, Arztpraxen, Flughäfen, Bahnhöfen, Fernzügen, Biergärten und im Öffentlichen Personennahverkehr besteht in Bayern Maskenpflicht. Ebenso in manchen Krankenhäusern bei Besuchen oder in Pflegeheimen. Im Kino trägt man in Bayern auch einen Mund-Nasen-Schutz an den Kassen oder auf dem Weg zur Toilette oder in den Kinosaal, darf diesen bei Beginn der Vorstellung aber abnehmen.

Regionale Unterschiede gibt es in Bayern bei den Regeln auf Märkten: Alle Infos zur Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt.

Maskenpflicht Gasthaus

Für das Abholen von Essen in einem Gasthaus besteht laut bayerischem Innenministerium keine Maskenpflicht. Es wird aber empfohlen, eine Maske zu tragen: "Für das Abholen und Liefern von Speisen und Getränken ('Take away/Essen to go') gilt für Kunden und Personal keine 'Maskenpflicht' (Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung). Das freiwillige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen."

Maskenpflicht im Biergarten

In den wieder eröffneten Biergärten muss ich eine Maske beim Betreten des Biergartens tragen, auf meinem Weg zum Tisch und auf dem Weg zur Toilette und zurück. Am Tisch darf ich den Mund-Nasen-Schutz absetzen.

Welche Maske muss ich tragen? Was ist eine Community-Maske?

In Bayern ist es Pflicht, in den besagten Einrichtungen und Situationen eine einfache Mund-Nasen-Maske zu tragen. Das kann eine selbstgenähte Maske aus Baumwolle, eine sogenannte Community-Maske sein. Es reicht aber auch ein Schal oder ein Tuch über Mund und Nase. Die Community-Masken kann man sich selbst nähen oder basteln, es gibt sie aber auch käuflich zu erwerben.

Maskenpflicht Bayern - Ausnahmen

Bei bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen muss man keine Mund-Nasen-Maske tragen: Das gilt für Menschen, die an einer Behinderung leiden, die das Tragen einer Maske "unzumutbar" machen. Oder für Asthma-Kranke.

"Auch Menschen mit einer Hörbehinderung sowie die jeweils gegenüberstehenden Personen können zum Zwecke der Kommunikation die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen. Dies ist aber auf den eigentlichen Kommunikationsvorgang zu beschränken, z.B. beim Bestellvorgang an der Verkaufstheke. Unmittelbar danach muss die 'Maske' wieder aufgesetzt werden."

Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

Wichtig: Die Betroffenen müssen eine formlose Bestätigung von ihrem Arzt mit sich tragen, der diese Einschränkungen glaubhaft macht.

Maskenpflicht in Bayern: Kontrollen und Bußgeld

Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann ließ im Corona-Pandemie Newsletter vom 23. April 2020 folgende Regelung zum Bußgeld und den Kontrollen der Maskenpflicht verlautbaren:

"Diese Vorschrift (Maskenpflicht) gilt für alle Personen ab dem 6. Geburtstag und ist bußgeldbewehrt. Nach dem heute zwischen dem Innen- und dem Gesundheitsministerium abgestimmten Bußgeldkatalog ist bei Verstößen ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro vorgesehen. Eine Ahndung wird jedoch erst bei Jugendlichen ab 14 Jahren erfolgen. Denn das ist das allgemeine Alter, ab dem man für eine Ordnungswidrigkeit verantwortlich gemacht werden kann. Selbstverständlich haben aber insbesondere Erziehungsberechtigte im Eigeninteresse und nicht zuletzt zum Schutz ihrer Kinder darauf zu achten, dass auch jüngere Kinder zwischen sechs und 13 Jahren konsequent in Läden und im Öffentlichen Personennahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
Zudem ist es Betriebsinhabern auf Grundlage ihres Hausrechtes im Allgemeinen möglich, Personen und auch Kindern, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, ein Betreten des Geschäftes zu untersagen. Denn letztlich können die nun eintretenden Lockerungen nur dann erfolgreich sein, wenn wir alle entsprechenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen umfassend erfüllen."

Maskenpflicht in Bayern - seit wann

Die Maskenpflicht in Bayern besteht seit dem 27. April 2020. Getragen werden sollen einfache, selbstgenähte Mund-Nasen-Masken aus Stoff, so genannte Community Masken, oder auch Schals, die Mund und Nase bedecken. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder am 20. April in seiner Regierungserklärung vor dem Bayerischen Landtag. Zertifizierte Schutzmasken sollten nach wie vor medizinischem Personal vorbehalten bleiben.

Maskenpflicht in Bayern für Kinder

Kinder nach dem sechsten Geburtstag, also ab dem siebten Lebensjahr, müssen in Bayern seit dem 27. April eine Mund-Nasen-Maske tragen. Jüngere Kinder müssen diese nicht aufsetzen.

"Größere Kinder können spielerisch an die Community-Maske gewöhnt werden und diese unter Aufsicht tragen, bis sie damit umgehen können. Sollten Kinder die Community-Maske nicht tolerieren, z. B. durch ständiges ins Gesicht greifen, wird davon abgeraten. Kleinkinder unter einem Jahr sollen keine Community-Maske tragen, sie könnten dadurch gefährdet werden."

Julius Müller, Pressesprecher Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

(Quelle: Bayerischer Rundfunk)



Erstellt am 17.03.2020 10:22, geändert am 05.09.2020 12:10